Familie und Eltern tun uns nicht gut!

Sagte neulich Gruppenleiter

P. in einer Gruppe in unserer Sucht-Selbsthilfe.

Gesamtgesellschaftlich ist es – nach der Zeit der 70er bis 90er Jahre, Studentenrevolten und so – wieder mehr üblich, den Familienzusammenhalt zu fördern und – auch insbesondere bei Menschen mit Störungen, die man gemeinhin als Neurose bezeichnet – heute redet man eher von „Persönlichkeitsstörung“ oder nennt es – in schwereren Fällen – auch „Psychische Behinderung“ – zu loben, wie gut doch vermehrte Zuwendung durch die Eltern, engere Bindung an die Eltern sei.

Das trifft vielleicht zu in Familien, die sozial und emotional besonders gesund sind.

Bei uns Suchtkranken ist es jedoch in vielen Fällen sehr eindeutig zu beobachten, wie es bei engerem Kontakt zum Elternhaus zu mehr Rückfällen, oder immerhin zu mehr „Suchtdruck“ – auch genannt „Craving“ kommt.

Das passt nicht in die derzeit vorherrschende gesamtgesellschaftliche Strömung.

Was hilft?

Der Prozess der Gemeinschaftsbildung nach Morgan Scott Peck hilft hier, wie ich glaube.

Er ermöglicht auch die Aufarbeitung der inner-familiären Kriminalität.

Mit inner-familiärer Kriminalität meine ich: die innerhalb der Familie geschehene und geschehende Kriminalität.

Dazu gehört: viele haben ihre Nächsten um ihr ganzes Vermögen gebracht. Viele wurden auch durch ihre Nächsten – Geschwister, oder etwa durch suchtkranke Kinder – um ihr ganzes Vermögen gebracht.

Auch die vielen Fälle von Gewalt und Sexuellem Kindesmissbrauch in den Familien sind inner-familiäre Kriminalität.

Das alles passt nicht in die derzeit vorherrschende gesamtgesellschaftliche Strömung.

Viele haben ein ganzes Leben lang nichts anderes gelernt, als immer nur Opfer zu sein.

Der Prozess der Gemeinschaftsbildung nach Morgan Scott Peck hilft hier, wie ich glaube.

Aber es sind Fakten.

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.