Archiv für den Monat: April 2019

Marktzugang?

Ausbeutung durch Verhinderung von Marktzugang

Karl Marx hat nicht recht!

Quelle: Bedürftig, Friedemann: Deutsche Geschichte

Die Weber. Auch Gegenstand eines Theaterstücks von Gerhart Hauptmann. Zwanziger, der Ausbeuter, heißt im Theaterstück Dreißiger, wenn ich mich recht erinnere.

Hatte hier der Kapitalist (Ausbeuter, auch genannt „Verleger“) das Eigentum an den Produktionsmitteln, also den Webstühlen? Ich weiß es nicht. Vielleicht nicht.

Er beutete also nicht aus mittels Privateigentum an den Produktionsmitteln

Die Ausbeutung der Weber funktionierte dadurch, dass diese keinen direkten Marktzugang hatten.

Sie hatten Marktzugang nur durch ihren Ausbeuter, den Kapitalisten bzw. Verleger, Zwanziger.

Im gezeigten Text steht, dass beim Aufstand zwar die Villa verwüstet, jedoch der Ausbeuter nicht getötet wurde.

Und wenn sie ihn getötet hätten? Dann hätte eben sein Erbe – vermutlich der Sohn – mit der Ausbeutung weiter gemacht.

Warum?

Nach wie vor haben ja die Armen in dieser Situation keinen Marktzugang. Das heißt, sie haben nicht:

Zugang zum Einkauf ihrer Rohstoffe und Material, hier: Garn. Den haben sie nicht. Der Ausbeuter diktiert ihnen die Preise. Ganz schlechte, teure Preise.

Zugang zum Verkauf der Früchte ihrer Arbeit, hier, die gewebten Stoffe. Den haben sie nicht. Der Ausbeuter diktiert ihnen den Preis für die Früchte ihrer Arbeit. Einen ganz schlechten, niedrigen Preis.

Zugang zu günstigem Kredit. Hiermit könnten sie zum Beispiel das Garn für ein Jahr auf einmal und gemeinsam kaufen und so beim Einkauf von Großhandelspreisen profitieren.

Zugang zu Informationen des Marktes. Wieviel ist ein Meter Tuch in der Hauptstadt (beispielsweise der Hauptstadt Schlesiens) tatsächlich wert?

Warum interessieren mich diese damaligen Ausbeutungs-Verhältnisse so sehr? Weil sie vorherrschend sind in der halb kapitalistischen, halb feudalistischen so genannten „Dritten Welt“, also dem größten Teil unserer Welt.

Thailändische Kautschukbauern

lassen sich nicht mehr die Preise diktieren. Sie können sich internet-fähige Telefone leisten und den Preis für Kautschuk in Chicago an der Börse abfragen. Wissen ist Geld.

Was fehlt noch?

So etwas wie Gewerkschaften. Oder besser, Genossenschaften.

Das war damals noch nicht erfunden.

Hat auch möglicherweise die damalige Staatsmacht den Aufbau von Genossenschaften verboten??

Das wäre eine mögliche Erklärung dafür, dass die Weber nicht durch gemeinsames Verkaufen in der Stadt ihre Einnahmen verbessert haben.

Eine andere Möglichkeit wäre: Sie sind deshalb gar nicht auf die Idee gekommen, weil sie vielleicht sehr jeder gegen jeden eingestellt waren. Auf Konkurrenz.

Ich wüsste gern, ob das wirklich so war. Denn

Armut ent-solidarisiert

Wie schon von mir an anderer Stelle vermutet.

http://freiheitvorsicherheit.net/2018/02/26/armut-verbindet-selten

Salomonischer Tempel

Der Tempel in mittelalterlicher Darstellung

Quelle: Bedürftig, Friedemann; Weltreligionen.

Bild: vermutlich gemeinfrei, da der Maler schon ein paar hundert Jahre tot ist …

Bildunterschrift: „Anders als spätgotisch konnte sich der französische Maler Jean Fouquet um 1475 den legendären Tempel des Königs Salomo in Jerusalem nicht vorstellen.

Himmel hohe Spitzbogen, gewaltige Portale und reicher Zierrat machten für den damaligen Geschmack erst das wahre Gotteshaus aus. Das Bild stellt die erste Bauphase dar.“

Danach begann die Errichtung des Dachstuhls

Vermutlich fing man in den mittelalterlichen Sakralbauten auch in diesem Stadium schon an mit Predigen und Beten …

Inbetriebnahme / Einweihung also nicht – wie beim #BER – erst nach Fertigstellung.

Plastikdübel

Plastikdübel

Plastikdübel, Kabel etc.: deswegen wird der #BER wieder abgerissen!

Korruption!

Aber nicht nur einmalig und direkt.

Hiermit verrate ich, was – meiner Meinung nach – zurzeit zum wiederholten Male geschieht:

1. Ein Auftragnehmer – zum Beispiel Baufirma, Architekt – kassiert für den Auftrag oder Teil-Auftrag das Geld und führt ihn aus.

2. Jetzt besticht er eine zuständige Stelle, wie zum Beispiel TÜV, mit dem Ziel, dass sie den Auftrag NICHT abnimmt.

3. Daraufhin ergeht von der zuständigen Stelle die Weisung, rückzubauen und anders wieder aufzubauen.

GOTO 1

Eine Endlosschleife

Wie man leicht sieht.

Bildungssystem

Abrechnung mit dem Bildungssystem

Berufliches Bildungssystem – inklusive Universitäten

Ich bin bürgerlich und konservativ. Das heißt, ich bin für Berufs- und Gewerbefreiheit.

Traditionell bedeutet das, dass Arzt, Anwalt, Architekt geschützt sind – alle anderen Tätigkeiten darf ich ausüben, ganz gleich, ob ich den üblichen Studien- oder Ausbildungsabschluss habe oder nicht.

Warum muss das so sein?

Bildungssysteme verkommen, degenerieren immer.

Das heißt, mit der Zeit werden die immer weniger bilden und immer mehr auslesen, aussieben.

Anders gesagt, sie segregieren und selektieren immer mehr.

Sobald nicht mehr ständig frischer Wind drin ist.

Und wie kann immer frischer Wind drin sein?

Indem das berufliche Bildungssystem ständig in Konkurrenz steht zu Menschen, welche die Fertigkeiten und Fähigkeiten sich selbst beigebracht haben oder aus anderen Quellen geschöpft haben.

Allgemeines Bildungssystem

Hier geht es grad weiter.

Wie schon an anderer Stelle gesagt –

http://freiheitvorsicherheit.net/2019/04/01/dauernde-sommerzeit-und-frueher-schulbeginn

– fordere ich, dass in Zukunft in Deutschland das Homeschooling nicht mehr unter Strafe steht.

Also statt Schulpflicht nur Unterrichtspflicht.

Deutschland sollte sich schämen.

Einige Familien, die überhaupt das bezahlen können, haben – nur deswegen – ihren Wohnsitz ins Ausland verlegt.

Beispielsweise auf die Kanarischen Inseln.

Angeblich hat sogar eine besonders christliche deutsche Familie deshalb in den Vereinigten Staaten politisches Asyl erhalten, hierfür weiß ich jedoch keine Quelle.

Wenn nur Unterrichtspflicht ist, steht die Schule ständig in Konkurrenz zu allen hinreichend wohlhabenden oder hinreichend bildungsnahen Elternpaaren, die ihre Kinder / Jugendlichen selber unterrichten.

Die Firmen sind – soviel ich weiß – solchen Jugendlichen als Auszubildende gar nicht abgeneigt …

Dauernde Sommerzeit und Früher Schulbeginn

Früher Schulbeginn?

Auch im Falle von dauernder Sommerzeit?

Halb zehn oder zehn Uhr ist früh genug!

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Woher kommt denn in Preußen (und umliegenden Dörfern, also Deutschland) der traditionell frühe Schulbeginn?

Weil man alles in den Vormittag hinein pressen will.

Das hat mit dem Ernährermodell zu tun!

Aber es hat schon zu meiner Zeit, in den Siebziger Jahren, nicht mehr richtig funktioniert.

Man sollte es deshalb sein lassen

Die überkommenen Strukturen und Traditionen wieder herstellen funktioniert eben meist nicht.

Ich fordere Abschaffung der Strafbarkeit des Homeschooling!

Und für die, die trotzdem Schule wollen, Beginn um halb zehn oder zehn.