Archiv für den Monat: Februar 2017

Islam

Bin ich islamophob?

Ich bin islamophob (islamfeindlich).

Nein, ich bin nicht islamophob. Alle Leute aus diesen Ländern, die ich persönlich kenne, sind tolerante, nette Leute.

Und die sind alle mit der Religion nicht so streng.

Trans*

Was die islamischen Rechtsgelehrten und deren Auslegung des koranischen Rechts hinsichtlich Trans* betrifft, haben meines Wissens die – auf höchster Ebene – einen Beschluss gefasst, dass die Personenstands-Änderung sowie die geschlechts-angleichende Hormonbehandlung und Operation nach koranischem Recht legal ist, und es wurde auch in radikal-islamisch regierten Staaten das erlaubt,
Beispiel: Islamische Republik Iran.

DeFacto Situation?

Tatsächlich haben solche Personen immer noch in solchen Ländern – wie ich glaube – schwerste Diskriminierung zu ertragen und folglich gibt es bei uns eine ganze Menge transsexuelle Geflüchtete.

In den Straßen unserer Städte sind solche Geflüchtete – und selbstverständlich trans* Personen, die von hier sind genauso – außerordentlich gefährdet, da unsere Straßen zurzeit zum Teil bereits von radikal-islamischen Straßengangs kontrolliert werden.

Inter* ?

Die Situation der Inter* Personen in islamischen und afrikanischen Ländern ist mir vollkommen unbekannt. Bekanntermaßen ist das Thema ja selbst bei uns ein Tabu-Thema gewesen bis vor wenigen Jahren.

Bekanntlich waren auch die Praktizierenden gewisser Naturreligionen wie zum Beispiel des afro-brasilianischen Candomblé bis jetzt ziemlich homophob; Einstellung gegenüber trans* und inter* ist mir vollkommen unbekannt. Jedoch kann ich aus zweiter, ja beinahe aus erster Hand sagen, dass in Brasilien die Dinge betreffend Homo* sich zurzeit sehr zum besseren wenden.

Schlusswort

Betreffend den Islam: ich mag ja auch die anderen patriarchalischen, monotheistischen Religionen nicht besonders. Für mich sind Judentum, Christentum und Islam drei Varianten derselben Religion. Ich liebe sie alle nicht besonders!

Und Tatsache ist, dass eben innerhalb des Islams die etwas strengeren, radikaleren an Einfluss gewinnen. Da müssen sowohl in diesen Ländern dort wie auch bei uns die Trans* und Inter* auf ihre Sicherheit sehr achten. Für die nächste Zukunft keine guten Aussichten.

… wenn sie nichts empfindet – was macht das schon?

Es wird – an intersexuellen Babys – immer noch zu viel operiert.

Ein Arzt hat geschrieben – wenn ich das Zitat wieder finde, bearbeite ich diesen Beitrag hier nach und füge die Quelle ein – sagte sinngemäß: durch die Operation kann die Person mit eindeutigem Geschlecht aufwachsen und somit gesellschaftlich akzeptiert sein.

Und – eine Frau, die beim Geschlechtsverkehr nichts empfindet, was macht das schon?

An sich finde ich diese Ansicht kriminell, hier verbindet sich eine anpassungs-orientierte Grundeinstellung mit einer ganz erheblichen Bequemlichkeit.

Zum Glück wird das heute immer mehr anders, und es wird die Fähigkeit, sexuelle Lust zu empfinden, als immer wichtiger genommen.

Auch mit Geschlechtsorganen, die sich von denen des „normalen“ Mannes und der „normalen“ Frau unterscheiden.

Patriarchat und Intersex

Das Patriarchat

brachte früher für die Frau wesentlich weniger Rechte als für den Mann.

Es gibt noch viele Reste dieser gesellschaftlichen Ungleichbehandlung, das Patriarchat ist noch nicht weg.

Und da früher der Mann mehr Rechte hatte als die Frau (zum Beispiel konnte er für sie bei ihrem Arbeitgeber kündigen und sie da weg holen), war es wichtig festzulegen ob jemand Mann oder Frau war. Ohne Patriarchat wird es auch für Personen weder-noch (Katze weder Vogel noch Fisch, eher Vogel?) Platz geben.

Ich fand es leicht einzusehen, dass eine Person, die „weder noch“ oder „irgendwo dazwischen“ ist, in eine vom Patriarchat bestimmte rechtliche und gesellschaftliche Ordnung nicht so richtig hinein passt.

Februar 2017 – Seminar!

November 2016 /
Februar 2017
am Seminar im Waldschlösschen teilgenommen

Da war vieles neu für mich.

Hauptsächliche Erkenntnis: bei Intersex-Personen sind häufig die Folgen der in früher Kindheit durchgeführten Operationen traumatisch. Häufig ist die Fähigkeit zur sexuellen Lustempfindung zerstört.

Mich hat die Menschenrechts-Situation auch an die der Psychiatrie-Opfer erinnert, insofern als vielfach die Dinge zwangsweise geschehen.

Darüber hinaus nahm man es bislang oft wichtig, die Diagnose vor dem betroffenen Kind geheimzuhalten. Das sei der gesunden seelischen Entwicklung förderlich. Es ist ihr aber überhaupt nicht förderlich.

Wie ich glaube, merken Kinder es sehr genau, wenn etwas nicht stimmt, oder wenn man wichtige Dinge vor ihnen geheim hält.

Falls die Eltern eigentlich ihrem Kind sagen wollen, was mit ihm ist, aber angehalten sind, diese Dinge ein Leben lang nicht zu sagen, dann leiden, wie ich glaube, auch sie.

Während des Seminars habe ich auch beschlossen, trans* und inter* Personen durch diese Website hier – ein Forum zur Verfügung zu stellen. Ergänzt möglicherweise durch einen Jabber-Server.