Archiv für den Monat: April 2017

noch – was ist Arbeit?

Zwei interessante Artikel

habe ich vor kurzer Zeit gelesen.
http://www.ebony.com/wellness-empowerment/inherited-poverty-breaking-cycle

und

https://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Studie-Jeder-Roboter-ersetzt-mindestens-drei-menschliche-Arbeitskraefte-3692610.html

Der eine benennt den Umstand, dass Schwarze in den USA „enslaved“ to their Jobs sind.

Sie sind Lohnsklaven.

In Deutschland gilt dies jedoch nicht nur für eine Minderheit, sondern für den Großteil der Bevölkerung. Auch für solche, die eigentlich ganz gut verdienen.

Was hier empfohlen wird, nämlich mehrere „streams“ Ströme von Einkommen zu haben, ist in Deutschland nicht normal. Allenfalls haben wir zwei: einen Lohn, der zu niedrig ist oder auch wegen einer hohen Kinderzahl für das Existenzminimum nicht ausreicht, und haben dazu die „Aufstockung“ durch HartzIV.

In Deutschland also der Regel also nur den Lohn.

Warum?

Wir sind so erzogen.

Was tun?

Financially literate werden: neue Kompetenzen im Zusammenhang mit Geld erlernen.

Also nicht nur strengstens einteilen und zusammen halten. Sondern auch auf der Einnahmenseite etwas tun.

Nicht sparen, sondern investieren. Richtig investieren.

Das fehlt. In den Schulen sowieso, aber auch in der Mehrzahl der Elternhäuser.

Denn das heißt Arbeit: um den eigenen Lebensunterhalt, um ausreichend viel Einkommen ringen, kämpfen, konkurrieren.

Das ist die eine Definition. Die vom American College of Orgonomy. Die, in welchem Sinne Arbeit eine biologische Funktion ist. Jedoch ist das Konkurrieren auch durch sein Gegenteil zu ergänzen. Da hat der Artikel den Abschnitt: 4) Think beyond your own prosperity.

Zitat:

If we could wrap our minds around being self-sustaining and centered on group economics, we could begin to see our money work for us.

Zitat Ende.

group economics. Ist glaube ich weitgehend unbekannt.

Und jetzt zum Roboter-Artikel:

Was tun Roboter? Richtig. Sie arbeiten.

Das heißt, sie produzieren. Zielgerichtete Tätigkeit, die auf ein Ergebnis gerichtet ist. Zum Beispiel auf die Herstellung einer Ware.

Oft Tätigkeit, die für den Menschen, wenn er sie tut, ganz besonders mühevoll und gleichzeitig für die Gesundheit gefährlich ist. Wie zum Beispiel Schweißen.

So gesehen wünschenswert.

Und die Folge: die Arbeitslosenquote in den Industrieländern könnte binnen weniger Jahre auf über fünfzig Prozent ansteigen.

Die Folge davon: Systemzusammenbruch!

Was tun? Noch mehr Arbeitszeitverkürzung? Das hat sich nicht bewährt!

Warum?

Es ist zu „mechanisch“, zu „hydraulisch“ gedacht.

Sinnvoll ist eher eine Arbeitszeitverlängerung. Damit man nicht mehr so sehr unter Druck arbeiten, unter „Arbeitsverdichtung“ leiden muss, wie es heutzutage der Fall ist.

Einhergehend mit Deregulierung. Aber nicht so, wie es heute gemacht wird, nämlich einseitig zugunsten der Konzerne und der großen Firmen. Der großen. Denn die kleinen haben oft ganz, ganz schmale Gewinnmargen, ihnen geht es dann nicht besser als den Beschäftigten.

Und endlich darf – weltweit – nicht mehr das Einkommen aus Arbeit höher besteuert werden als das Einkommen aus Kapital und Vermögen. Und speziell in Deutschland muss die Vermögensteuer wieder eingeführt werden – meines Wissens gibt es sie in fast allen anderen Ländern immer noch!

Betrifft: Arme gegen Arme

Berliner Straßenmagazin motz

Ausgabe 05/17 vom 29.03.2017

Vorbemerkung: es wird vermutet, dass der Autor über die Weiterverbreitung dieses Artikels erfreut ist

Betr.: Arme gegen Arme

Von Wolf Dieckmann

„Alter Trick des Kapitalismus“

Seit ihrer Gründung bin ich Freund und gelegentlicher Käufer des motz-Straßenmagazins.

Heute begegnete mir zum 2. Mal ein Verkäufer in der S-Bahn, der seine Ansprache mit asylantenfeindlichen Äußerungen spickte.

Das wirft ein schlechtes Bild auf die Zeitung und sollte unbedingt unterlassen werden.

Es ist ein alter Trick des Kapitalismus, die Armen gegen die Ärmeren auszuspielen. Kein Mensch sucht sich aus, obdachlos zu werden, und kein Mensch flieht aus Spass vor Krieg oder struktureller Gewalt.

Die einzige Chance der Verlierer der globalisierten Gesellschaft Menschenwürde, Gerechtigkeit und Demokratie gegen ein turbokapitalistisches System der Ausbeutung zu behaupten, ist die Solidarität. Ich hoffe, der besagte Verkäufer liest diesen Brief eines Tages und überdenkt seine Worte.

Die Ursachen seiner Situation liegen nicht bei den Asylsuchenden.

Freundlich grüßt Wolf Dieckmann

Zitat Ende.

Nein, das ist nicht nur ein „Trick“ des „Kapitalismus“.

Verstehen kann man das ganze viel besser mit Hilfe der Orgonomie.

Das heißt, der auf dem Werk von Wilhelm Reich beruhenden Wissenschaft.

Und zwar ist diese hervorgegangen aus der Charakteranalyse. Die wurde erweitert um die sozio-politischen Charaktertypen.

Ich selber schreibe bzw. kommentiere auch so einiges zum Beispiel in

http://nachrichtenbrief.wordpress.com/2017/03/24/der-naive-wilhelm-reich

in

http://nachrichtenbrief.wordpress.com

Ganz vereinfacht kann man sagen, der Rechte ist mehr muskulär gepanzert und der Linke mehr im Kopf (Okulares Segment), der Rechte leidet – wie der Neurotiker eigentlich immer – an Kontaktlosigkeit, und der Linke noch viel mehr.

Der besagte Verkäufer gibt sich eher rechts.

Hier geht es aber um etwas, was weder rechts noch links ist. Es geht um die Bequemlichkeit bzw. Feigheit, die in jedem Neurotiker, rechts wie links, drin steckt.

Es ist eben einfach bequemer – viel bequemer – auf noch Schwächere zu treten – oder dass zwei gleich schwache Gruppen aufeinander einschlagen, anstatt gegen die Ursachen der Probleme zu kämpfen oder zu arbeiten.

Dass unsere Eliten diese allzumenschliche Neigung zu ihrem Vorteil ausnutzen, ist ärgerlich. Es ist jedoch nicht weiter überraschend, finde ich jedenfalls.

Planwirtschaft?

Vor 50 Jahren

fand man in linken Kreisen die Planwirtschaft gut.

Auch genannt Zentralverwaltungswirtschaft.

Es kommt aber – weil keine Planungsbehörde alles wissen kann – zur Fehlallokation von Ressourcen.

Konkret kann das in einem sozialistischen Land zum Beispiel bedeuten, dass viel zu viele Gießkannen erhältlich sind, es aber an Klopapier fehlt (beispielsweise früher Sowjetunion und heute Venezuela).

Heute

nach langer Erfahrung – ist die Marktwirtschaft zu bevorzugen. Ideal ist die aber auch nicht, weil es auch hier zu einer Fehlallokation von Ressourcen kommt. Wenn zu viel Geld am falschen Platz ist, die Ungleichheit zu extrem wird – oder zu viele arbeits- bzw. leistungslose Einkommen eingesackt werden.

Genauso ist es mit den Krisen. Weltwirtschaftskrisen sind die Folge eines vorhausgegangenen Booms bzw. Hausse.

Das ist insofern natürlich, da die Wirtschaft pulsiert.

Die Wirtschaft pulsiert, weil sie etwas Lebendiges ist.

Problematisch wird es auch hier, wenn die Ausschläge zu extrem sind. Wenn es zu hoch hinaufgegangen ist.

Und wenn gleichzeitig – durch linke Einflüsse – am Arbeitsmarkt keine Selbstregulierung ist. Dann führt jede Depression, jede Deflation, zu Massenarbeitslosigkeit, die lange Zeit anhält.

Sind dann die Öffentlichen Hände nicht mehr in der Lage, die Millionen Langzeitarbeitslosen über Jahre oder Jahrzehnte zu ernähren, dann droht der Systemzusammenbruch.

Aber der hat auch seine Vorteile. Nämlich mehr Freiheit.

Von mir gemeint sind Ereignisse, wie 1989 im Ostblock. Nur viel, viel heftiger. Man kann es sich noch nicht richtig vorstellen.

Was ist Arbeit?

Hartz IV

Bekanntermaßen sind viele Menschen, manche für immer, im HartzIV-System.

Das liegt daran, dass sie unfreiwillig arbeitslos sind. Wieder andere haben Arbeit, aber wegen der schlechten Bezahlung der Arbeit – oder wegen der hohen Kinderzahl – reicht – auch bei Vollzeit – der Lohn für das Existenzminimum nicht aus.

Aber was ist Arbeit?

Sehen wir einmal von der Physik ab, dann ist Arbeit etwas Gesellschaftliches und etwas Wirtschaftliches.

Ganz allgemein kann man sagen, die Arbeit ist eine Tätigkeit, die eine gewisse Zeit dauert und darauf gerichtet ist, ein Ergebnis zu erhalten. Ähnlich wie der Kampf, dieser ist gerichtet auf die Zerstörung oder zumindest Schwächung eines Gegners.

Arbeit im Sinne der Betriebs- und Volkswirtschaft

Normalerweise geht es darum, Waren zu produzieren und / oder Dienstleistungen zu erbringen.

Arbeit heißt also, Waren produzieren und / oder Dienstleistungen erbringen.

Arbeit im Sinne der Orgonomie

Was ist die Orgonomie?

Bekanntermaßen hat Wilhelm Reich, einer der Begründer der körperorientierten Psychotherapie, und der bekannteste von Ihnen, auch die kosmische, universelle Lebensenergie entdeckt. Genau genommen hat er sie wieder-entdeckt, denn in den alten, vor-patriarchalen Zeiten war diese allgemein bekannt. Auch im christlichen Europa im – bereits patriarchalen – Früh- und Hochmittelalter, sowie bei den ebenfalls patriarchalen Indern (Prana) und Chinesen (Qi) war diese bekannt.

Das Wort Orgonomie bezeichnet nun die gesamte Forschung bzw. Wissenschaft um diese Art der Therapie und um die kosmische – Orgon genannte – Lebensenergie herum.

Viel gebloggt und auch diskutiert wird da beispielsweise auf http://nachrichtenbrief.wordpress.com.

Die Therapeuten-Organisation in USA ist das American College of Orgonomy, Abkürzung ACO,
Website: http://orgonomy.org. Es existieren auch andere Therapeuten-Organisationen, jedoch nur das ACO wurde von Elsworth Baker auf Weisung von Wilhelm Reich aufgebaut.

Eine biologische Funktion?

Das – für mich zunächst – Befremdliche ist nun, dass man in der Orgonomie sagt, Arbeit sei – wie die Sexualität – eine biologische Funktion.

Wenn man zu irgendeinem Chef geht, und tut, was der will, wobei man selber im Augenblick das gar nicht tun will, sondern etwas ganz anderes tun will – das soll eine biologische Funktion sein?

Die dient der Beschaffung des eigenen Lebensunterhalts. Dazu gehört auch das Kämpfen und Konkurrieren.

Biologische Funktion klingt für mich befremdlich, denn wer hat schon ein Tier – beispielsweise eine Kuh – arbeiten sehen?

Wenn sie wach wird, beginnt sie zu fressen.

Ist ein Tier jedoch ein Räuber bzw. Jäger, dann lässt sich das schon eher einsehen. Ein Panther oder Gepard beispielsweise kann nicht einfach zu fressen beginnen, er muss erst ein Beutetier finden, es jagen und erlegen.

Selbst der Aasfresser, der nicht jagen muss, weil er sich spezialisiert hat auf Tiere, die schon tot sind, muss unter Umständen hoch aufsteigen und weit fliegen. Er muss also – im weiteren Sinne – arbeiten. Er erbringt keine Dienstleistungen für andere – allenfalls für die eigenen Jungen, die hungrig im Nest warten.

Überhaupt die Vögel: vor der Eiablage wird erst einmal das Nest gebaut. Das ist doch zweifellos Arbeit. Oder??

Zwölf Euro Mindestlohn – Geht’s noch?

Berlins Sozialsenatorin für Mindestlohn von zwölf Euro

http://www.bz-berlin.de/landespolitik/berlins-sozialsenatorin-fuer-mindestlohn-von-zwoelf-euro

Im Kapitalismus

ist der Arbeitgeber nicht dafür zuständig, das Überleben des Arbeitnehmers zu sichern. Das ist der Fall im Feudalismus. Im Feudalismus beutet der Feudalherr die hörigen Bauern aus. Aber er hat auch für die Kranken und Arbeitsunfähigen zu sorgen. Selbstverständlich gab es „böse“ Feudalherren, die diese Pflicht vernachlässigt haben.

Die Kehrseite des Feudalismus ist selbstverständlich die Unfreiheit, insofern der Bauer an den Leib- und Grundherrn gebunden war.

Der Feudalismus ist – wie die Sklavenhaltergesellschaft – ein unfreies System. Letztere ist noch schlimmer, weil der Sklave Eigentum des Sklavenhalters ist, er ist praktisch eine Sache. Der Herr darf ihn beispielsweise töten oder kastrieren. Welch letzteres bekanntermaßen die arabo-muslimischen Sklavenhalter und Händler oft getan haben.

Im Kapitalismus hat der Kapitalist den Arbeitenden zu bezahlen, jedoch nicht so viel, wie der zum Leben braucht. Sondern nur so viel, wie dessen Arbeitsleistung am Markt wert ist.

Und in schrumpfenden Märkten ist das nicht viel.

Eine durchschnittliche Arbeitskraft, deren Ausbildungsabschlüsse und deren Beziehungen – richtig, wir leben in einer ungerechten, korrupten Welt! – nicht gut sind, ist vielleicht sechs Euro pro Stunde wert.

40 Stunden pro Woche reichen da für das Existenzminimum nicht aus. Um die fünfzig müssen es schon sein. So sehe ich das.

Und einige wenige, vor allem solche, die viele Kinder zu ernähren haben, werden auch wenn beide Eltern je fünfzig Stunden pro Woche arbeiten, immer noch nicht ihr Existenzminimum erwirtschaften können.

BGE

Die Folgerung ist: das muss auf jeden Fall ausgeglichen werden durch irgendeine Art von Negativer Einkommenssteuer oder durch Bedingungsloses Grundeinkommen (BGE).

Es kann nicht sein, dass der Kapitalist neun oder gar zwölf Euro zahlen soll, für eine Arbeitskraft, die aus seiner Sicht pro Stunde nur sechs Euro erwirtschaftet. Das geht gar nicht.

Paidmail

Zum Beispiel

http://questler.de
http://powermails.de
http://euros-4-mails.de

Das sind Paidmails.

Kurz und gut, man wird dafür bezahlt, dass man Werbung hört und sieht.

In welchem Zustand muss unsere Volkswirtschaft, unsere ganze Gesellschaft, sein?

Man wird dafür bezahlt, dass man Werbung hört und sieht!!

Geht’s noch??

Schon seit Jahren ist in vielen – Waren oder Dienstleistungen erbringenden – Firmen der Aufwand für Marketing, d.h. Werbung, höher als für Forschung und Entwicklung, und die eigentliche Produktion, zusammen!

Woran kann das liegen?

Ist es nur ein Zeichen einer – fälschlich so genannten – anti-autoritären Gesellschaft?

Oder haben wir es vielmehr mit einer fundamentalen Krise zu tun, die – wie 1989 im Ostblock – zum Systemzusammenbruch führt?

Marktsättigung

Wenn der Werbeaufwand gegen Unendlich geht bei sehr geringen Resultaten der Steigerung von Umsatz oder Gewinn – dann haben wir es offenbar mit Marktsättigung zu tun.

Das System – beruhend auf der Illusion, Wohlstand entstehe nicht durch Produktion sondern durch Konsum, egal ob normal, oder auf Pump konsumiert wird – läuft sich tot!

Juhuu!

Allerdings ist die Umstellung auf etwas Neues, Richtiges schmerzhaft und auch mit Gefahren verbunden. Genau wie eine Entzugsbehandlung. Es ist sozusagen gesamtgesellschaftlich eine Entzugsbehandlung.

Zambia Embassy Villa Berlin Schönholz

Dieses Gebäude gehört der Republik Sambia. Es ist vorgesehen als Gebäude für die Botschaft von Sambia in Deutschland.

Obwohl die Botschaft in dem Gebäude noch nicht ist – sie ist noch an der alten Adresse in Berlin – könnte das Grundstück bereits exterritorial sein.

Die Republik Sambia hat veranlasst, dass das Haus ein neues Dach bekommen hat. Im übrigen hat Sambia nicht das notwendige Geld, um das Gebäude in Stand zu setzen und als Botschaft in Betrieb zu nehmen.