noch – was ist Arbeit?

Zwei interessante Artikel

habe ich vor kurzer Zeit gelesen.
http://www.ebony.com/wellness-empowerment/inherited-poverty-breaking-cycle

und

https://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Studie-Jeder-Roboter-ersetzt-mindestens-drei-menschliche-Arbeitskraefte-3692610.html

Der eine benennt den Umstand, dass Schwarze in den USA „enslaved“ to their Jobs sind.

Sie sind Lohnsklaven.

In Deutschland gilt dies jedoch nicht nur für eine Minderheit, sondern für den Großteil der Bevölkerung. Auch für solche, die eigentlich ganz gut verdienen.

Was hier empfohlen wird, nämlich mehrere „streams“ Ströme von Einkommen zu haben, ist in Deutschland nicht normal. Allenfalls haben wir zwei: einen Lohn, der zu niedrig ist oder auch wegen einer hohen Kinderzahl für das Existenzminimum nicht ausreicht, und haben dazu die „Aufstockung“ durch HartzIV.

In Deutschland also der Regel also nur den Lohn.

Warum?

Wir sind so erzogen.

Was tun?

Financially literate werden: neue Kompetenzen im Zusammenhang mit Geld erlernen.

Also nicht nur strengstens einteilen und zusammen halten. Sondern auch auf der Einnahmenseite etwas tun.

Nicht sparen, sondern investieren. Richtig investieren.

Das fehlt. In den Schulen sowieso, aber auch in der Mehrzahl der Elternhäuser.

Denn das heißt Arbeit: um den eigenen Lebensunterhalt, um ausreichend viel Einkommen ringen, kämpfen, konkurrieren.

Das ist die eine Definition. Die vom American College of Orgonomy. Die, in welchem Sinne Arbeit eine biologische Funktion ist. Jedoch ist das Konkurrieren auch durch sein Gegenteil zu ergänzen. Da hat der Artikel den Abschnitt: 4) Think beyond your own prosperity.

Zitat:

If we could wrap our minds around being self-sustaining and centered on group economics, we could begin to see our money work for us.

Zitat Ende.

group economics. Ist glaube ich weitgehend unbekannt.

Und jetzt zum Roboter-Artikel:

Was tun Roboter? Richtig. Sie arbeiten.

Das heißt, sie produzieren. Zielgerichtete Tätigkeit, die auf ein Ergebnis gerichtet ist. Zum Beispiel auf die Herstellung einer Ware.

Oft Tätigkeit, die für den Menschen, wenn er sie tut, ganz besonders mühevoll und gleichzeitig für die Gesundheit gefährlich ist. Wie zum Beispiel Schweißen.

So gesehen wünschenswert.

Und die Folge: die Arbeitslosenquote in den Industrieländern könnte binnen weniger Jahre auf über fünfzig Prozent ansteigen.

Die Folge davon: Systemzusammenbruch!

Was tun? Noch mehr Arbeitszeitverkürzung? Das hat sich nicht bewährt!

Warum?

Es ist zu „mechanisch“, zu „hydraulisch“ gedacht.

Sinnvoll ist eher eine Arbeitszeitverlängerung. Damit man nicht mehr so sehr unter Druck arbeiten, unter „Arbeitsverdichtung“ leiden muss, wie es heutzutage der Fall ist.

Einhergehend mit Deregulierung. Aber nicht so, wie es heute gemacht wird, nämlich einseitig zugunsten der Konzerne und der großen Firmen. Der großen. Denn die kleinen haben oft ganz, ganz schmale Gewinnmargen, ihnen geht es dann nicht besser als den Beschäftigten.

Und endlich darf – weltweit – nicht mehr das Einkommen aus Arbeit höher besteuert werden als das Einkommen aus Kapital und Vermögen. Und speziell in Deutschland muss die Vermögensteuer wieder eingeführt werden – meines Wissens gibt es sie in fast allen anderen Ländern immer noch!

2 Gedanken zu „noch – was ist Arbeit?

  1. Commerzbank am Alexanderplatz:

    Am Eingang ein Bettler, der immer lächelnd die Tür aufmacht.

    Bettelt der nur, oder arbeitet er?

    Er erbringt eine Dienstleistung!

    Wenn auch ungebeten.

    Aber in seinem eigenen Sinne – arbeitet er!

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