Archiv für den Monat: November 2018

Mein Gehirn sabotiert mich, so gut es kann

Und das schon ein halbes Leben lang

Ich bin in praktischen Dingen, die man mir aufträgt, relativ ungeschickt und langsam.

http://freiheitvorsicherheit.net/2017/06/05/ich-bin-langsam-und-ungeschickt

Das hat verschiedene Ursachen.

Unter anderem kommt es davon, dass mein Gehirn immer wieder über lange Zeit hinweg, Aufmerksamkeit und Wahrnehm Hören und sehen zuklemmt.

Während ich in Wirklichkeit ganz schlecht und schlampig arbeite, spiegelt es mir vor, wie perfekt ich die gestellte Aufgabe bzw. Arbeit ausführe.

Das Resultat:

ich muss es nochmal machen.

Und nochmal.

Und nochmal.

Und nochmal.

Bis es endlich so ist, wie es von mir verlangt wurde.

Schulmedizinische Bezeichnungen wären etwa Zwanghaftes Tagträumen, „Träumer“-ADS, oder Autismus mit Wahrnehmungsstörung.

Bei den alten Kelten

hatte vermutlich eine Person, deren Blick in weite, weite Ferne geht, ein hohes Ansehen.

Eine Person, die in die Anderswelt schauen kann.

Oder nur so aussieht, als ob.

Und was macht mein Nervensystem / Gehirn, wenn es merkt, wie es sich selber Schwierigkeiten macht?

Richtig. Es tut, was es kann

Es tut, was es kann.

Es macht noch mehr zu.

Warum?? Weil: das ist das, was es kann.

Die Folge:

Eine Person wie ich kann eigentlich nur sich eine Diagnose besorgen und sich in eine Werkstatt für Behinderte Menschen (WfBM) setzen.

Obwohl sie gar nicht blöd ist.

HartzIV – den Moloch der Pseudo-Kontrolleure austrocknen

Auf der Facebook-Seite „LKR – Die Euro- Kritiker“

http://facebook.com/story.php?story_fbid=1094874937339894&id=454602764700451

fordert die gleichnamige politische Partei: Bedingungslose Sozial-Leistungen darf es nicht geben.

Wie bitte?

Wie soll dann eine Person, welche nicht mehr weiß, wie man Geld verdient, überhaupt am Leben bleiben?

Klar ist: die im jetzigen System vorhandene Willkür muss weg. Das scheint auch der Autor des o.a. Postings sagen zu wollen, mit dem Satz, die Feststellung der Bedürftigkeit müsse „automatisch“ erfolgen. Es scheint da auch die Einsicht durch, dass man nicht weiß, wie.

Oder eine andere Person, welche schon viele, viele Misserfolge im Lebenslauf hat? Die wird in einem Land wo – dem Journalisten und populärwissenschaftlichen Autor Oliver Janich zufolge – der Arbeitsmarkt beinahe so streng reguliert ist wie in Kenia – nie wieder eine Arbeitsstelle bekommen.

Und das, obwohl inzwischen

genug oder fast genug

Arbeitsstellen zu haben sind. Die Firmen prüfen genauestens. Und lehnen dann ab.

Lassen die Stelle lieber leer.

Wegen der strengen Regulierung.

In Ländern wie Kenia oder Bangladesh

schuften viele Menschen deshalb als Mikro-Unternehmer.

Die vielleicht nur die Hälfte des HartzIV-Satzes erwirtschaften. Es existieren bekanntermaßen üble Ausbeutungs-Verhältnisse, aber manche sind tatsächlich ihr eigener Chef und wollen nicht mehr in die Lohnarbeit zurück.

Muhammad Yunus hat den Friedensnobelpreis bekommen, weil er mit der Grameen Bank und ihren Mikrofinanz-Dienstleistungen diesen Menschen faire Bedingungen ermöglicht hat.

Aber in Deutschland?

Da sind Mikro-Unternehmen schlicht nicht vorgesehen!

Schon die Krankenkassenbeiträge für Selbständige kosten mehr, als so jemand überhaupt erwirtschaften kann.

Ohne Krankenkassenbeitrag (manchmal auch: Krankenkassenschulden) und mit einem beinahe kostenlosen Schlafplatz in einer Hütte in einer Favela kann man mit 200 Dollar, die man so erwirtschaftet, vielleicht überleben.

Aber im zügellosen Lateinamerika sind wir ja nicht. Außerdem ist es zurzeit ziemlich kalt.

Folgerung:

Ohne bedingungslose Sozial-Leistungen geht es nicht.

Es sei denn, der Abbau von Hindernissen geht noch viel, viel weiter

als wir es uns in Deutschland bis jetzt überhaupt vorstellen können.